Missionsprojekt

Neues Missionsprojekt „Lesedi Centre of Hope“



 
                         Hilfe zur Selbsthilfe 

Der Missionsausschuss stellte im Mai dem KGR ein Projekt vor, das unterstützt werden sollte. Dem Ausschuss war wichtig ein Missionsprojekt zu finden, das von einer deutschsprachigen Leitung betreut wird. Ihm ist am persönlichen Kontakt zwischen der Hl. Geist-Gemeinde und dem Projekt gelegen.

Erste Kontakte sind bereits erfolgt durch unsere frühere Ministrantin Kerstin Herdeg. Nun möchte der Missionsausschuss diesen persönlichen Kontakt weiter ausbauen.
Mit dem Projekt wird die  Ausbildung zur AIDS-Familienhelferin über die Missionsstation „Lesedi Centre of Hope“  in Bloemfontein/Südafrika  gefördert. Unsere verantwortliche Ansprechpartnerin vor Ort ist die Siesener Schwester Electa Wild.
Die AIDS-Rate dort ist sehr hoch und betrifft vor allem viele arme Familien, die vom Gesundheitssystem Südafrikas nicht erfasst werden. Die Betroffenen sind oft vollkommen hilflos und erfahren keinerlei Unterstützung. Hier helfen dann Schwester Electa und ihre Mitschwestern. Sie betreuen u.a. auch einen Kindergarten für AIDS-Waisen. Um die Pflege der AIDS-Kranken in den Familien zu gewährleisten, werden Kurse zur Ausbildung von AIDS-Familienhelfern durchgeführt. Darüber hinaus besteht die Aufgabe dieser Familienhelfer darin, die Kinder nach dem Tod der Mutter zu ver-sorgen und zu betreuen; die Familie beim Bemühen um staatliche Unter-stützung zu begleiten und bei der Besorgung von Personalpapieren zu helfen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, über die Gefahren der Aids-Krankheit zu informieren.

Rebecca  (Frau re. auf dem Bild mit Kopftuch) wurde vor zwei Monaten be-erdigt. Übrig blieben die drei Kinder. Der Vater versteht sich gut mit den Kindern, hat aber keine Arbeit und tut sich auch sonst schwer das Famili-enleben zu gestalten. Nthabiseng (im Hintergrund mit  AIDS-Schwesternleidung) betreut die Familie schon eine Weile und wird sie wei-terhin begleiten. So soll der Verelendung der Familie vorgebeugt werden. 
                                                                                                                             
Die Missionsstation hat schon mit zwei Kursen zur Familienhelferin begonnen – im Januar und im April. Für den nächsten im Herbst geplanten Kurs fehlen allerdings noch die finanziellen Mittel. Ein solcher Kurs kostet immerhin 5.000,- €. Pro Teil-nehmer sind dies 200,- € (170 € für Dozentenkosten, Unterbringung/Verpflegung und andere Fortbildungskosten, sowie 30,- €  Studien und Materialgebühren). Da die Freiwilligen aus entfernten Dörfern kommen, wo sie auch später wieder eingesetzt werden, ist eine Unterbringung erforderlich.
Auf diesem Bild sehen Sie die Teilnehmerinnen des ersten Kurses

Der KGR hat beschlossen, das Projekt „AIDS-Familienhelferin in Bloemfontein“ zu unterstützen. Grundsätzlich werden in nächster Zeit „Einzelprojekte“ von Missionspartnern gefördert. Der Finanzierungsrahmen und die Durchführung in Wort und Bild werden vom Missionsausschuss der Gemeinde vorgestellt. Die Kirchengemeinde Hl. Geist finanziert den dritten Kurs und wird in der nächsten Zeit verstärkt um Unterstützung für  dieses Vorhaben bitten.