Fronleichnam 2024

Knapp tausend Katholikinnen und Katholiken haben bei der feierlichen und eindrucksvollen Fronleichnamsprozession der Gesamtkirchengemeinde Ellwangen am Donnerstagvormittag durch die Straßen der Innenstadt öffentlich ihren Glauben bezeugt und somit das "Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi" und die Gegenwart von Gott in Brot und Wein gefeiert, sichtbar in einer Monstranz mit einer geweihten Hostie.

"Ohne Jesus ist unser Glaube leer und wir haben kein Ziel", sagte Stadtpfarrer Sven van Meegen und versprach ewiges Leben: "Jesus Christus ist euere Zukunft".
Die Fronleichnamsprozession sei kein Protestmarsch, sondern eine Prozession des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, des Friedens und des Hineinholens von Kranken und Notleidenden.

Die Feier des Fronleichnamsfestes begann mit einem sehr gut besuchten Festgottesdienst in der Basilika. Erstkommunionkinder hatten den Blumenweg im Mittelgang des Gotteshauses gelegt. Neben den beiden Geistlichen, Stadtpfarrer Sven van Meegen und dem Pfarrer der kroatischen Gemeinde Ostalbkreis und Landkreis Heidenheim, Vilim Koretic, zogen rund 40 Ministrantinnen und Ministranten, Kommunionkinder, Mitglieder der Kirchengemeinderäte und der kroatischen Kirchengemeinde sowie Fahnenabordnungen der Bürgergarde Ellwangen, der Kolpingsfamilie, der Kath. Arbeitnehmerbewegung KAB, des Liederkranzes Ellwangen und der Pfadfinder in die Kirche ein.
Regionalkantor Benedikt Nuding spielte die Orgel. Der Musikverein Rattstadt und die Kirchenchöre der Gesamtkirchengemeinde gestalteten den Gottesdienst und die anschliessende Prozession.
Am ersten Altar der Prozession in der Ecke zwischen der evangelischen Stadtkirche und der Basilika, der von der Kirchengemeinde Hl. Geist gestaltet wurde, betonte Pfarrer van Meegen die Einheit der Christen und die Ökumene, ein Herzensanliegen von ihm. Für den Blumenteppich vor der Marienkirche, ein Lebensbaum mit Alpha und Omega, waren die Frauen der Kath. Arbeitnehmerbewegung KAB verantwortlich. Die Marienkirche sei die Urpfarrkirche der Stadt, sagte van Meegen und rief dazu auf, lebendige Bausteine zu sein.
Der dritte Altar war am Eingang des Altenheimes Sankt Anna im Schönen Graben aufgebaut. Den wunderschönen Blumenteppich mit einer weißen Friedenstaube, zwei versöhnenden Händen und der Aufschrift "Gemeinsam für den Frieden" hatten die Neunheimer Frauen gestaltet. Zur Ausschmückung der Station mit Blumenarrangements hatten auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheimes beigetragen. Sven van Meegen dankte den alten Menschen, den Pflegekräften und den Angehörigen der Heimbewohner und segnete sie.
Auf dem Ehrenhof vor der Wolfgangskirche, der vierten und letzten Station, wurde den vielen Menschen in den Kriegs- und Krisengebieten gedacht. Der Friede ist keine Selbstverständlichkeit. "Mit dem Frieden ist alles gewonnen, mit dem Krieg ist alles verloren", sagte der Geistliche vor dem von Malerpfarrer Sieger Köder geschaffenen Bild zum Brot des Lebens und segnete die Stadt.
Anschließend erging die Einladung an alle Besucher und Mitwirkenden zur Begegnung und zur Stärkung rund um die St. Wolfgangskirche.