Kalter Markt 2026: Zwischen Verbindlichkeit und Indifferenz

Die Basilika St. Vitus war beim Festgottesdienst zum Kalten Markt wieder voll besetzt.

Zahlreiche Reiterstandarten und Bürgerwehren zogen beim festlichen Gottesdienst in die prächtig geschmückte Kirche ein. Pfarrer van Meegen zeigte in seiner Predigt die beiden Pole des Engagements auf: Verbindlichkeit und Indifferenz. „Leben als Christ, in der Arbeit und im Engagement in unserer Stadt, in den Dörfern, in den Kirchengemeinden sowie in allen Vereinen und Gruppierungen sind von zwei wesentlichen Begrenzungen geprägt: Verbindlichkeit und Indifferenz! 

Verbindlichkeit übersetzt: ich bin dabei, man kann sich drauf verlassen, ich helfe mit! 
Indifferenz übersetzt: ist mir doch egal.

Wie können wir zwischen diesen beiden Polen in diesem Jahr und v.a. im Hinblick auf die Herausforderungen und Schwierigkeiten unser Leben gestalten?“

Dabei betonte der Ellwanger Stadtpfarrer, dass vor allem folgendes Gefühl heute vorherrsche: „Believing without belonging“. Übersetzt: Glauben ohne Verbindlichkeit. Das sei aber der Tod jeder Gemeinschaft. Gerade in den Herausforderungen und Schwierigkeiten brauche man Halt, Glaube und eine verlässliche Gemeinschaft. Sich an Jesus zu orientieren lautet die Devise. Die reiterlichen Jagdhornbläser sowie Regionalkantor Benedikt Nuding gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Zahlreiche Ministranten aus den Gemeinden sowie Fahnenabordnungen begeisterten auch die Abordnungen aus den Partnerstädten Langres und Abbiategrasso.