Katholischer Gottesdienst mit über 1.000 Besuchern beim Chortag auf der Landesgartenschau am 17. Mai 2026

Zum Auftakt des Chortages auf der Sparkassen Heimatbühne wurde am Sonntag katholischer Gottesdienst mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern gefeiert. Zelebrant Pfarrer Sven van Meegen und Konzelebrant Pater Markus Körber von den Comboni-Missionaren wurden beim feierlichen Einzug von zahlreichen Ministrantinnen und Ministranten sowie den liturgischen Diensten begleitet.
Für die stimmungsvolle musikalische Gestaltung sorgten Chöre aus Dalkingen, Demmingen und Dischingen. Besonders bei den Liedern „Großer Gott, wir loben dich“ und „Segne du, Maria“ war ein starkes Gefühl der Gemeinschaft spürbar – die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher sangen begeistert mit.
In seiner Predigt verglich Pfarrer van Meegen das Evangelium mit einem Testament. Dieses soll nicht distanziert und auf juristische Korrektheit geprüft werden wie durch einen Notar, sondern mit innerer Anteilnahme gelesen werden – so wie Erben die Worte eines Menschen lesen, zu dem sie eine besondere Beziehung hatten. Man fühlt sich dem Vermächtnis verpflichtet und wolle es beherzigen.
Jesus hinterlässt den Menschen ein „Vermächtnis“, das nicht nur das Leben nach dem Tod meint, sondern schon jetzt ein neues und erfülltes Leben beginnen lässt. Dieses Leben entsteht dort, wo Menschen Jesus suchen, seine Botschaft ernst nehmen und sich von ihm prägen lassen.
Mit Blick auf das bevorstehende Pfingstfest verglich Pfarrer van Meegen das Wirken des Heiligen Geistes mit den Atemübungen vor dem eigentlichen Singen im Chor: Der Heilige Geist lässt Menschen „richtig atmen“, sodass Gott durch sie sprechen und handeln kann. Wer sich auf Jesus einlässt, erfährt Kraft, Orientierung und Gemeinschaft – ähnlich wie in einem Chor, in dem viele Stimmen zu einem harmonischen Ganzen werden.
Zum Abschluss griff er noch einmal das Bild der Musik auf. Das Leben soll nicht von den „b-Vorzeichen“ geprägt sein – vom Bruddeln und ständigen Bedenken –, sondern vom Kreuz Christi, das wie ein musikalisches Vorzeichen die Melodie erhebt und Hoffnung schenkt. Wer Gottes Melodie aufnehme und im Glauben „mitsinge“, dessen Leben kann sich positiv verändern und erfüllter werden.