Weihnachten 2025 in der Seelsorgeeinheit Ellwangen

Weihnachten 2025 Krippe Basilika

Mit großartigen Festgottesdiensten, Kinderkrippenfeiern und Gottesdiensten im Krankenhaus, in der Marienpflege, in den Pflegeheimen sowie in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung haben die Weihnachtsfeiertage neue Hoffnung geschenkt. Pfarrer van Meegen war noch ganz geprägt von der Solidaritätsreise nach Israel kurz vor Weihnachten. Hier habe er wieder deutlich gespürt, dass für uns Christen Weihnachten weit mehr ist als ein Datum im Kalender: Es ist die Vergegenwärtigung eines Ereignisses, das die Geschichte der Menschheit verändert hat und uns Menschen bis heute verändern kann. Weihnachten ist das Fest, an dem wir die Geburt Jesu feiern, des Sohnes Gottes, der wirklich unter uns gewohnt hat (vgl. Joh 1,14). Es ist der Tag, an dem Gott sich nicht in der Größe des Mächtigen zeigen wollte, sondern im demütigen und schlichten Raum einer Grotte von Bethlehem.

Bethlehem, die kleine Stadt, heute voller Armut und vom Krieg gezeichnet, ist der Ort, an dem der Sohn Gottes in äußerster Zerbrechlichkeit menschliche Gestalt angenommen hat. Gott entscheidet sich, bis zum tiefsten Punkt unserer Menschlichkeit herabzusteigen, um uns die Hoffnung zurückzugeben. 

Das Licht von Bethlehem lädt uns ein, nicht der Resignation nachzugeben, sondern die Gegenwart Gottes in den Armen, den Ausgegrenzten, den Verwundeten des Lebens und in all jenen zu erkennen, die im Dunkeln gehen. Es ist ein Licht, das aus der Zerbrechlichkeit geboren und dort sichtbar wird, wo nicht Macht zählt, sondern die Würde jedes einzelnen Menschen.
Diese Solidaritätsreise hat deutlich gemacht: Bethlehem ist nicht nur ein geografischer Ort, sondern ein Symbol der menschlichen Existenz.
Hier verstehen wir, dass Gott unser Leid nicht scheut, sich nicht von den Wunden der Welt abwendet, sondern sie bewusst annimmt und verwandelt. Gott wird in der Zerbrechlichkeit geboren, weil er dort Hoffnung entstehen lassen will, wo alles vom Bösen und von der Angst erstickt zu sein scheint.

In diesem Weihnachtsfest sind wir gerufen, dieses Licht in unseren Alltag hineinzutragen und es durch Gesten des Friedens, der Aufnahmebereitschaft, des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses zu bezeugen.
Jesus wird nicht geboren, um uns von den Problemen der Welt zu entfernen, sondern um uns innerhalb der Wirklichkeit zu begleiten – mit einem neuen Blick, der in der Lage ist, Hoffnung aufzunehmen und Wunden zu heilen.

Können wir in Deutschland Weihnachten als ein Fest des Glaubens feiern, obwohl es von so viel Kitsch und Geschenke-Wahn überfrachtet ist?

Der Theologe Dietrich Bonhoeffer, der von den Nazis hingerichtet wurde, schrieb über das Geheimnis von Weihnachten: "Gott schämt sich der Niedrigkeit des Menschen nicht, er geht mitten hinein". Gott "liebt das Verlorene, das Unbeachtete, Unansehnliche, das Ausgestoßene, das Schwache und Zerbrochene".

Ich sehe die Weihnachtskrippe als Beispiel für ein gelingendes Zusammenleben in der Gesellschaft. Die Szene von Bethlehem zeigt, wie Generationen in einer Gesellschaft miteinander auskommen können.

Wenn alle Beteiligten sich auf Jesus, den großen Gott im kleinen Kind ausrichten, dann wird die Welt verändert. Jeder und jede muss sich im Angesicht des göttlichen Kindes etwas zurücknehmen. Das verändert die Welt!

Ein besonderer Dan