Entstehung und Geschichte der Hl. Geist Gemeinde

Die Hl. Geist Gemeinde in Ellwangen

Entstehung und Geschichte der Hl. Geist Gemeinde

Nach dem 2. Weltkrieg entstanden im Norden Ellwangens schnell viele neue Siedlungsgebiete in denen sich viele gläubige katholische Christen ansiedelten.
Der Wunsch und das Bedürfnis in räumlicher Nähe einen Sonntagsgottesdienst feiern zu können war dadurch gegeben und es begann die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.
Das Provisorium im Kindergarten St. Martin, Braune Hardt war bald zu klein und auch zu weit im Außenbereich gelegen, da sich der Schwerpunkt der Neubautätigkeit 1973 ins Klosterfeld 1 und 2 verlagert hatte.

1973 Beschluß eine Kirche zu bauen.
1974 Es erfolgt der erste Spatenstich für die neue Kirche.
25. Oktober 1975 In einem Festgottesdienst mit 11 konzelebrierenden Priestern wurde die Kirche von Weihbischof Dr. Anton Herre aus Rottenburg auf den Namen Heilig Geist Kirche geweiht.
Neben den Festen und sonntäglichen Messen im Jahreskreis werden das Patrozinium an Pfingsten und das Kirchweihfest im Oktober seither besonders gefeiert.
1976 Fertigstellung des Gemeindehauses
1983 Das Pfarrhaus konnte bezogen werden.
20. Oktober 1985 Festgottesdienst zum 10 jährigen Jubiläum mit Weihbischof Dr. Anton Herre.
1996 Eigenes Pfarrbüro zusammen mit St. Patrizius Eggenrot.
Frühjahr 2000 Teilnahme an der Gemeindeerneuerung nach dem Rottenburger Modell.

19. Januar 2001 25 Jahre Kirchenchor Hl. Geist
21. Oktober 2000 Festliche Weihe der neuen Orgel.
22. Oktober 2000 Festgottesdienst zum 25 jährigen Kirchweihjubiläum.
Die Hl. Geist Gemeinde ist nun nach 25 Jahren eine lebendige Gemeinde mit vielen Aktivitäten. Sie ist aus der kirchlichen Landschaft der Stadt Ellwangen nicht mehr wegzudenken.

Stationen des Werdeganges

Es war ein verhältnismäßig langer Weg, der seit der Errichtung der Seelsorgestelle Hl. Geist (1. Oktober 1966) bis zur Kirchweihe der Hl.-Geist-Kirche am 25. Oktober 1975, führte. Trotzdem kann das Wort „Stationen" nicht als „Leidensweg" verstanden werden. Die verschiedenen Stationen bringen vielmehr ein Bemühen zum Ausdruck, das eine gute und verantwortbare Lösung zum Ziel hatte.
Schon vor der Errichtung der Seelsorgestelle Hl. Geist, zu Beginn der 60er Jahre wurde ein Kirchbau in Planung genommen. Zunächst gingen die Überlegungen und die Verhandlungen mit dem Bischöflichen Ordinariat Rottenburg (BO) dahin, in der Braune Hardt-Siedlung eine kleinere Kirche zu erstellen. Mit der Errichtung der Seelsorgestelle kam die Kirchengemeinde im Einvernehmen mit dem BO von diesem Plan ab. So war man bereits im Herbst 1965 überzeugt, daß der richtige Standort der Kirche im Gebiet Klosterfeld II / III liegen müsse.


1967 fanden verschiedene Besichtigungen im Spitalfeld statt, um ein günstiges
Baugelände für eine Kirche zu finden. Dann schien sich - in der Zeit, als die
Seelsorgestelle HI. Geist zur Pfarrverweserei erhoben wurde (1. Mai 1970), durch
den Verkauf des Kutschbach-Gebäudes an der Lindenstraße eine schnelle und
annehmbare Lösung anzubahnen. Als sich diese Möglichkeit aus verschiedenen
Gründen zerschlagen hatte, konnte die Kirchengemeinde am 2. Dezember 1971
vom Ehepaar Kirsch das heutige Kirchbaugelände an der Dresdener Straße er-
werben. Durch den Ankauf dieses Geländes im Klosterfeld II war der Kirchbau
ermöglicht.

Die Projektierungs- und Planungsarbeiten wurden durch das BO unterstützt.
Sehr bald war klar, aus finanziellen Gründen - trotz finanzieller Unterstützungszusagen durch Herrn Prälat Großmann von seiten des BO - kommt nur eine
Kirche in Fertigbauweise in Frage.

Durch einen 1973 vorgenommenen Geländetausch mit der Baugenossenschaft
konnte die Kirche auf der Anhöhe zwischen Dresdener und Magdeburger Straße
durch Herrn Architekt Wilhelm Frank aus Herrenberg geplant und unter seiner
Leitung erstellt werden. Nachdem am 29. November 1973 die Baugenehmigung
durch Bischof Carl Joseph Leiprecht und am 19. April 1974 durch das Baurechtsamt der Stadt Ellwangen erteilt war und der Gesamt-Kirchengemeinderat zuvor den Beschluß für den Kirchenbau gefaßt hatte, konnte noch vor den Bauferien der erste Spatenstich am 14. Juli 1974 vorgenommen werden. Bereits am 1. Dezember 1974 wurde der Grundstein gelegt.

(Auszug aus dem Gemeindebrief Oktober 1975)

Autor: Stefan Fruh - Datum: 18.02.2018