Kirchengemeinde St. Patrizius

Herzlich willkommen,

wir begrüßen Sie ganz herzlich auf der Website der katholischen Kirchengemeinde St. Patrizius in Eggenrot.

Wir sind Mitglied in der Seelsorgeeinheit Ellwangen/Jagst.
Zahl der Gemeindemitglieder 612 (Stand Dezember 2020).
Hier können alle Informationen rund um die Kirchengemeinde mit ihren Gruppierungen eingesehen werden.
Die Gruppierungen werden gebeten, aktuelle Infos und Berichte per Email an HeiligGeist.Ellwangen(at)drs.de
zu senden. Vielen Dank!

Eggenroter Adventsweg fand guten Zuspruch

Der Frauentreff Eggenrot hat dieses Jahr wieder zum „Lebendigen Eggenroter Adventsweg“ eingeladen. Organisatorin Petra Mayer hat die Texte selber entworfen und auch die Regie geführt. Sie hat alltägliche Geschichten von Menschen, die zum Nachdenken und reflektieren anregen, szenisch in der immer vollbesetzten Kirche St. Patrizius dargestellt. Musikalisch wurde der Adventsweg jeweils von Celine Merz und Verena Wagner mit der Gitarre begleitet. Mit adventlichen und weihnachtlichen Weisen stimmte die Eggenroter Dorfmusik unter der Leitung von Eugen May vor der Kirche die Besucher auf den Adventsweg ein. In der St. Patriziuskirche konnte man sich an diesen Abenden in der hektischen Adventszeit einfach mal eine Auszeit nehmen und sich vom Augenblick berühren lassen. Neben den Mitgliedern des Frauentreffs spielten auch Jugendliche und Kinder der Eggenroter Jugendgruppen mit. Nach dem besinnlichen Teil lud der Frauentreff zu Glühwein, Punsch, Schmalzbrot, Früchtebrot und Lebkuchen zu einem gemütlichen Beisammensein im Freien und in den Gemeinderaum ein.

Die Spenden und der Erlös der Bewirtung wurden zu je 1000,- € dem Missionsprojekt „Huanuco, Peru“ der Kirchengemeinde Eggenrot sowie dem Freundes- und Förderkreis Pro Espiritu Santo e.V. für die Projekte von Pater Schmidpeter in Peru zur Verfügung gestellt.

Sternsingeraktion 2024

In Eggenrot fand am 06.01.2024 die feierliche Sternsinger-Aussendung statt, begleitet von der eindringlichen Botschaft: "Wir müssen etwas ändern - ein anderer tut es nicht. Wollt ihr die Welt mit uns verändern". Eine eindeutige Aufforderung "So leben, dass andere überleben" prägte den Gottesdienst. Die Überzeugung, dass Veränderung von innen heraus geschieht, wurde in den Herzen der Besucher verankert. Die Sternsinger, in ihren farbenfrohen Gewändern, bringen nicht nur den Segen zu den Familien, sondern auch die Zuversicht, dass Gott auf unserer Seite steht - als stärkende positive Kraft - die Entwicklungen im Kleinen beginnen lassen. Die Sternsinger kommen nicht nur um eine Spende zu erbitten, sie bringen im Gegenzug den Segen einer kraftvollen Unterstützung für jedes Haus, für jede Familie mit, um sich gemeinsam für das einzusetzen, was im Innersten für uns alle wichtig ist. Wenn wir im Kleinen die Welt zum Positiven verändern, steht ein Stern über uns.

Seniorenausflug

Mit einem vollbesetzten Bus starteten wir am 13. September am Eggenroter Dorfhaus zu unserem traditionellen Halbtagesausflug nach Würzburg am Main. Nach einer Kaffeepause im Biergarten neben der Würzburger Residenz schauten wir uns mit dem „Bähnle“ die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Weil der geplante Abstecher auf die Marienburg wegen Renovierungsarbeiten nicht möglich war, verweilten wir im wunderschönen angrenzenden Hofgarten der Würzburger Residenz. Ein köstliches Abendessen in einem Lokal in Schnelldorf-Oberampfrach rundete den schönen Ausflug ab.  

Wegkreuzweihe zum 100-jährigen Bestehen im idyllischen Hinterlengenberg

„Wir segnen heut voll Freude in Hinterlengenberg, das Wegkreuz hier am Wege, es ist ein schönes Werk“. Diesen von Pfarrer van Meegen gedichtete Vers, sangen viele Besucher bei der Wegkreuzweihe am vorletzten Samstag im September im idyllischen Hinterlengenberg. Verbunden mit einer feierlichen Andacht weihte Pfarrer Sven van Meegen gemeinsam mit Vikar Lajos Körmöczy das Wegkreuz der Familie Bolsinger.

Das Wegkreuz ist ein Glaubenszeichen und ein Symbol der Hoffnung und lädt alle Vorbeigehenden zum Gebet und zur Besinnung ein. Da jeder von uns sein Kreuz zu tragen hat, verdeutlichte Pfarrer van Meegen hoffnungsvoll, das Kreuz als Symbol der Hoffnung zu betrachten, um unsere Hindernisse auf unserem Lebensweg zu überwinden.

So hat das Ehepaar Johann und Josefine Bolsinger vor 100 Jahren aus Dankbarkeit, dass ihre Tiere von Tierseuchen und Tierkrankheiten vorschont blieben, dieses Wegkreuz aufstellen lassen. In den letzten Monaten hat Familie Bolsinger das Kreuz restaurieren lassen und mit viel Liebe zum Detail um das Feldkreuz ein farbenfrohes Blumenbeet gestaltet. Die nebenstehende Ruhebank, finanziert vom Ortschaftsbudget Schrezheim, wurde stimmig integriert und damit hat Familie Bolsinger zweifelsfrei ein „schönes Werk“ geschaffen.

Mittlerweile nutzen viele Wanderer und Radfahrer zum Verweilen diesen malerischen Platz in Hinterlengenberg. Und damit die Besucher der Wegkreuzweihe nach der Segnung noch ein paar Stunden in Hinterlengenberg verweilten, hat Familie Bolsinger alle zu einer Hocketse auf dem Gelände des Reiterhofs der Familie Königer eingeladen.

Die Kirchengemeinde Sankt Patrizius lebt vom Ehrenamt

Die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Sonja Fuchs, dankt bei der Versammlung im Dorfhaus Eggenrot

Von Josef Schneider

Ellwangen-Eggenrot (sj) – Ehrenamtliches Engagement ist in der Kirchengemeinde Sankt Patrizius Eggenrot großgeschrieben, da heißt es zu danken. So stand bereits der von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) mitgestaltete Erntedankgottesdienst am Sonntag in der Patriziuskirche unter dem Motto „Danke sagen“. Bei der anschließenden Gemeindeversammlung im Dorfhaus konnte die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Sonja Fuchs, verschiedene Gemeindemitglieder für ihre Aktivitäten ehren, neue Ehrenamtliche begrüßen und danke sagen.

Ein prächtiger Erntedankaltar zierte die Kirche. „Wer danke sagt, wertschätzt den anderen Menschen“, sagte Pfarrer Sven van Meegen im Gottesdienst. Die Predigt hielt der Priester zusammen mit Jule Stegmaier von der KjG. Vom Wort „danke“ ausgehend, interpretierten sie das D als Danke, das A als All, das N als Nähe, das K als Kinder und das E als Erde. „Nähe braucht jeder Mensch“, betonte der Pfarrer und regte an, zu seinen Mitmenschen öfter „Schön, dass du da bist“ zu sagen, denn: „Das geht runter wie Öl.“ 

Im Rückblick freute sich Sonja Fuchs über eine aktive Kirchengemeinde. Fotos von Hedwig Oesterle und Werner Riek zeigten die Höhepunkte, angefangen von der Gemeindewallfahrt zum Grab des seligen Pater Philipp Jeningen über den Open-Air-Gottesdienst auf dem Friedhof an Allerheiligen und das Doppeljubiläum „125 Jahre Kirchenchor und Kirche Sankt Patrizius“ bis hin zu Adventsbasar, Sternsinger-Aussendung, Fastensuppe,  Patrozinium, Kreuzwegandacht des Frauentreffs, Ostermesse, Erstkommunion und Firmung. Erwähnt wurden Familiengottesdienste, Bittgänge nach Hohenberg und Altmannsrot, der Gottesdienst an Himmelfahrt am Kreuz der Heimat, Fronleichnamsprozession, Gemeindefest und Johannisfeuer, die Aufnahme der neuen Ministranten sowie die Einweihung der Marienstatue an Mariä Himmelfahrt auf dem Marienplatz und die Feier „100 Jahre Feldkreuz in Hinterlengenberg“ am 23. September. Die Betreuung des Missionsprojekts Huanuco (Peru) hat Christoph Mayer von Anton Rathgeb übernommen.

Als neuer Vikar stellte sich der in Subotica in Serbien geborene, 31-jährige Ungar Lajos Körmöczy vor, der am 8. Juli in Rottenburg am Neckar zum Priester geweiht wurde. Markus Lingel, Vorsitzender des Bauausschusses, berichtete über die Veränderungen auf dem Friedhof. So wurde ein neues Urnenfeld mit 24 Grabstellen angelegt, die alte Hecke entfernt, eine neue Hecke mit 240 Eiben gepflanzt und ein Gerätehaus aufgebaut. „Der Buchsbaumzünsler wird allmählich zur Raupe Nimmersatt“, klagte Lingel. Seit vielen Jahren war Thomas Weber mit seinem Team vom Rabenhof für den Grabaushub und die Beerdigungen zuständig, der Vertrag mit der Habila wurde aufgelöst. Die Bestattungen werden jetzt von den Mitarbeitern des Friedhofs Sankt Wolfgang unter Martin Aurnhammer betreut. Auf dem Eggenroter Friedhof seien auch Rasengräber möglich, so Lingel. „Die Arbeit geht nicht aus“, berichtete er über kaputte Kirchenfenster, Arbeiten am Pfarrhaus und zwei fehlende Kirchenglocken: „Die Glocken drei und vier tun nicht.“

Fuchs begrüßte Angelika Mai als Lektorin. Das Familiengottesdienstteam besteht aus Simone Vogel, Dunja Frei, Birgit Schäfer und Patrick Kuhn. Fuchs dankte Antonie Lingel für 20 Jahre Arbeit im Kinderkirchenteam. Für sie rückt Conny Wiedenhöfer nach, die mit Sabine Schenk die Kinderkirche leitet. Gedankt wurde Ida und Manfred Dreher für 46 Jahre Gestaltung Altar und Blumenteppich an Fronleichnam. Das neue Blumenteppichteam besteht aus Dunja Frei, Andrea Schmid, Elke Voss, Conny Wiedenhöfer, Tatjana Waldmann, Jasmin Vogel, Daniela Salat, Patrick Kuhn, Hariolf Wiedenhöfer, Benjamin Salat und Thomas Waldmann. Bärbel Brenner, Klara Mack und Elfriede Rathgeb wurden für 32-jährige Tätigkeit im Kontaktkreis geehrt. Der Besuchsdienst wurde 1991 gegründet, neu ins Team kamen Ulrike Riek und Martina Allgaier. Fuchs dankte den „Blech Egg“ für die Gestaltung von Gottesdiensten. Van Meegen warb um einen Kirchenpfleger. Josef Rathgeb gibt das Amt ab, bleibt aber Mesner. Die Gemeindewallfahrt geht am 25. Oktober nach Wasseralfingen.

Bildtext 1: Pfarrer Sven van Meegen hat in der Patriziuskirche in Eggenrot den Erntedankgottesdienst gehalten. Foto: Josef Schneider

Bildtext 2: Bei der Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde Sankt Patrizius Eggenrot gab es Ehrungen. Von links: Sven van Meegen, Heinz Schuster, Elfriede Rathgeb, Antonie Lingel, Klara Mack und Sonja Fuchs. Foto: Josef Schneider

Fronleichnam Eggenrot

Wunderschöne und eindrucksvolle Blumenteppiche schmückten die Altäre an Fronleichnam in Eggenrot

Die Richtungen am Altar, an denen der eucharistische Segen öffentlich gespendet wird, umfassen die vier Himmelsrichtungen. Der Segen des Herrn gilt für die gesamte Erde und für alle, die auf ihr wohnen und leben in Ost und West, in Süd und Nord. Und damit auch der gesamten Gemeinde, in der Fronleichnam gefeiert wird.

So auch in Eggenrot, wo nach einer festlichen Eucharistiefeier mit Pfarrer van Meegen und dem Kirchenchor viele Gemeindemitglieder bei strahlendem Sonnenschein durch die Straßen mit dem Allerheiligsten zogen. Auf dem Weg zu den Altären begleiteten der Musikverein Schrezheim, der Kirchenchor St. Patrizius und die Kantorin Regina Mayer mit Musik und Gesang den Prozessionszug.

An allen Altären gab es nach dem Segen von den Schrezheimer Böllerkameraden  je 3 Salutschüsse.

Der erste Blumenteppich leuchtete getreu seinem vom Frauentreff ausgewählten Motto: „Brenne in uns“ und machte sogar der Sonne Konkurrenz, die sich an diesem Tag von ihrer besten Seite zeigte. So wie die Sonne an diesem Tag vom Himmel brannte, so soll auch die Liebe Gottes immer in den Herzen der Menschen brennen.

Mit viel „Herzlichkeit“ wurde die Gemeinde am zweiten Altar empfangen, den die Eggenroter Jugend unter dieses Motto stellte. Ein großes Herz symbolisierte auf diesem Blumenteppich die Herzlichkeit, mit welcher sich die Menschen immer begegnen sollen.

Freudig zeigten die Erstkommunionkinder an diesem Jugendaltar mit einem Tanz auf das Lied: „Gottes Liebe ist so wunderbar“ wie groß die Liebe Gottes ist und dass auch Gott ein großes Herz hat.

Denn „Gott lädt uns ein zu seinem Fest“  wie an dem dritten Altar auf dem farbenfrohen Blumenteppich zu lesen war. Familie Köder hat gemeinsam mit Nachbarn und Freunden auf diesen Blumenteppich die christlichen Symbole: Fisch, Kelch mit Brot und ein farbiges Kreuz gelegt. Diese christlichen Symbole veranschaulichen, dass Gott in dieser schweren Zeit, wo der Krieg in der Ukraine, der Klimawandel, die Inflation und Depressionen uns Menschen bedrohen und bedrücken, uns nicht im Stich lässt.

Und unser aller Wunsch „Frieden auf Erden“ verdeutlichte der Blumenteppich vor der St. Patriziuskirche am vierten Altar. Ein neu gegründetes Blumenteppichteam versinnbildlichte den Frieden mit einer großen Friedenstaube und bat in den Fürbitten um Gottes Segen, damit freundliche Nachbarschaften, gewaltfreie Konfliktlösungen und Frieden Raum gewinnen.

Alle Blumenteppiche an den vier Altären in Eggenrot öffneten durch ihre Farbenpracht nicht nur die Augen der Gläubigen, sondern auch ihre Herzen.

Familiengottesdienst in Eggenrot

Mitgestaltet wurde der Familiengottesdienst am 30. April vom Kinderchor "Kleines Echo" des MGV`s und der Schulbänd des HG`s.
Im Anschluss gab es ein Mittagessen, welches von den Maibaumfreunden organisiert wurde.
Zur Unterhaltung spielte die Bläsergruppe "Blech Egg".

Weißer Sonntag in Eggenrot

Am Weißen Sonntag feierten sechs Erstkommunionkinder aus unserer Kirchengemeinde unter dem Motto „Weites Herz – offene Augen“ mit großer Freude das Fest der heiligen Erstkommunion und empfangen zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Gemeinsam mit Pfarrer van Meegen, vielen Minis, der Eggenroter Musikgruppe und Organistin Christine Kutter feierten die 6 Kinder mit ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern, Paten und Patinnen und all Ihren Verwandte und Freunde einen wunderschönen Festgottesdienst.

In Kommunionvorbereitungsstunden und in Gottesdiensten wurden die Kinder von Gemeindereferentin Martina Schaupp und Kommunion-müttern auf ihre Erstkommunionfeier vorbereitet. Im Mittelpunkt stand  dabei die Begegnung des blinden Bettlers Bartimäus mit Jesus, von der im Markusevangelium berichtet wird. Und weil mit Bartimäus und Jesus, zwei mit dem Herzen Sehende aufeinandertreffen, passt zum Leitwort „Weites Herz – Offene Augen“ auch der Satz „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ aus der weltberühmten Geschichte „Der kleine Prinz“.

Wir wünschen den Erstkommunionkindern, dass sie viele mit den Herzen Sehenden in ihrem Leben begegnen.

Christen sind keine Schlaffis, sondern starke Menschen

Ellwangen-Eggenrot
„Christen sind keine Schlaffis, sondern starke Menschen, die sich einsetzen füreinander." Das sagte Stadtpfarrer Sven van Meegen am Sonntag in seiner Predigt zum Kirchenpatrozinium der Sankt-Patrizius-Kirche in Eggenrot. Der Geistliche erinnerte dabei an den Schutzpatron der Kirchengemeinde und Schutzheiligen der Tiere in der Landwirtschaft, den heiligen Patrizius (Patrick) aus Irland, der im fünften Jahrhundert wirkte, und bezeichnete ihn als „unser Vorbild und unseren Glücksbringer" . Als einen dieser starken Menschen, die sich am Vorbild von Patrizius orientieren, hatte Sven van Meegen einen Eggenroter fest im Blick: Anton Rathgeb. Dieser wurde am Ende des Festgottesdienstes von der gewählten Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Sonja Fuchs, geehrt. Sie sprach von Anton Rathgeb als einem Mann, der im Ehrenamt „unglaublich viel für unsere Kirchengemeinde geleistet hat".

„Es gibt Menschen, die zeigen Engagement, und es gibt Menschen, die sind Engage-ment", sagte die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates von Sankt Patrizius, Sonja Fuchs, die seit Kurzem auch Ortsvorsteherin von Schrezheim ist, passend bei der Ehrung von Anton Rathgeb. Denn der Eggenroter hat sich ehrenamtlich über Jahrzehnte hinweg für die Kirchengemeinde Sankt Patrizius eingesetzt. So war Rathgeb 25 Jahre lang, von 1971 bis 1996, im Kirchengemeinderat und dabei immer zweiter Vorsit-zender, heute heißt es gewählter Vorsitzender. Neben dem zweiten Vorsitz im Kirchengemeinderat übte er bis 2019 auch die liturgischen Dienste Lektor und Kommuni-onhelfer aus und stellte die Pläne für diese Dienste auf. Doch damit war es für Rathgeb im kirchlichen Ehrenamt noch nicht genug.

„21 Jahre, von 1998 bis 2019, warst du stets ein zuverlässiger Aushilfsmesner und ein guter Geist in unserer Kirche. Aber auch ein guter Geist für unsere Seniorenrunde" fuhr Fuchs in ihrer Laudatio fort. Auf Initiative von Rathgeb kam es 1999 zur Gründung der Seniorenrunde Eggenrot, in der sich jüngere und ältere Senioren einmal im Monat zum Wandern oder zu Besichtigungen treffen, und deren Leiter Rathgeb über 20 Jahre war.

Seit der Gründung 1991 bis 2022 betreute Rathgeb das Eggenroter Missionsprojekt Huánuco (Peru). Bei der diesjährigen Fastensuppenaktion in Eggenrot übergab er die Betreuung des Missionsprojekts an Christoph Mayer. „In deiner Zeit als Koordinator für Huánuco sind Spendengelder in Höhe von 252.365 Euro von Eggenrot nach Huánuco geflossen" , würdigte Sonja Fuchs Rathgebs Engagement.

Auch bei vielen Bauvorhaben rund um die Patriziuskirche wirkte Rathgeb entscheidend mit, so auch bei der umfassenden Neugestaltung des Kircheninnenraumes im August 1973. Dabei wurde unter anderem der Boden des Kirchenschiffs tiefer gelegt, im Hauptschiff wurde neues Gestühl eingebaut und der Altarraum wurde so vergrößert, um den Altar den liturgischen Reformen entsprechend, aufstellen zu können. Doch trotz dieser umfangreichen Umbauarbeiten organisierte Rathgeb den Umbau so, dass an jedem Sonntag in der Kirche Gottesdienst dennoch gefeiert werden konnte. Fuchs erwähnte auch den Anbau der Sakristei und des Gemeinderaumes sowie die Friedhofs-erweiterung, an denen Rathgeb dynamisch und tatkräftig die Bauleitung beziehungsweise die Aufsicht übernommen habe.

„Anton, wenn du für die Freizeit, die du in die Ehrenamtsarbeit investiert hast, Zinsen bekommen hättest, dann wärst du, trotz Niedrigzins, heute Millionär", lobte Fuchs Rathgebs großen ehrenamtlichen Einsatz und zollte größten Respekt: „Mit deinem enormen Wissen und deinem Erfahrungsschatz stehst du auch heute noch unserer Ge-meinde, dem Bauausschuss, dem Kirchengemeinderat mit Rat und Tat zur Seite. Dass unsere Kirchengemeinde Sankt Patrizius heute das ist, was sie ist, ist deinem Engagement zu verdanken." Als Anerkennung überreichte Fuchs eine Kerze mit dem Bild des seligen Pater Philipp und Pralinen, auf denen das dreiblättrige Kleeblatt zu sehen, anhand dessen der heilige Patrizius die Dreifaltigkeit erklärt hat. Rathgeb erhielt von den Gottesdienstbesuchern lang anhaltenden Applaus. „Es sind wirklich die Originale, die unsere Kirchengemeinde und unser Dorf zu etwas Besonderem machen", sagte Sven van Meegen. Den Festgottesdienst gestalteten der Chor der Kirchengemeinde Sankt Patrizius sowie Freunde, Lehrer und Schüler der Städtischen Musikschule „Johann Melchior Dreyer". Exzellent aufgeführt wurde die „Missa brevis in B - KV 275" von Wolfgang Amadeus Mozart, die Leitung hatte Christine Mairle-Zirbs. Die Solopartien sangen Marlis Mairle-Zirbs (Sopran), Monika Huber (Alt), Andreas Brune (Tenor) und Dirk Häcker (Bass). An der Orgel spielte Christine Kutter.

Beim anschließenden Stehempfang im Gemeindesaal ehrte Kirchenchorvorsitzende Hedwig Oesterle langjährige Chormitglieder: Günther Herschlein für zehn Jahre, Norbert Stegmaier (20 Jahre), Irmgard Köder (30), Claudia Knecht (40) und Markus Lingel (40). Christine Kutter wurde für 20 Jahre Orgeldienst geehrt. Die Bewirtung des Stehempfangs hatten Petra Mayer, Hanne Herschlein und Birgit Marka vom Frauentreff Eggenrot übernommen.

Seniorennachmittag St. Patrizius Eggenrot

Der traditionelle Seniorennachmittag zum Patrozinium am 17. März begann mit einer Andacht in der Kirche, die mit Pfarrer Dr. Merkelbach gefeiert wurde. Im Anschluss daran traf man sich zu Kaffee und Kuchen im Gemeinderaum. Zauberer Amadeus „verzauberte“ die Seniorinnen und Senioren mit gekonnten Tricks und brachte sie ein ums andere Mal zum Staunen. Ein herzhaftes Vesper rundete den gemütlichen Nachmittag ab.

Fastensuppe in Eggenrot

Frieden ist nicht nur ein Wort. Unter diesem Motto gestaltete die Eggenroter Jugend den Gottesdienst am 2. Fastensonntag und organisierte das anschließende Fastensuppenessen  im Dorfhaus.

Bevor die Flädlesuppe von der Jugend serviert wurde, beeindruckte Frau Kreidler von der Kirchengemeinde Heilig Geist die Besucher mit einen wunderschönen Bildvortrag von der letztjährigen Pilgerreise nach Israel. Pfarrer van Meegen war vom 02. bis 10. Dezember 2022 mit einer 50-köpfigen Pilgergruppe auf den Spuren Jesu in Israel unterwegs. Die Spuren Jesu zeigte Frau Kreidler eindrucksvoll mit ihrem Bildvortrag und nahm damit die Besucher der Fastensuppe gedanklich auf diese Pilgerreise nach Israel mit.

Im Anschluss dankte die gewählte Vorsitzende der Kirchengemeinde St. Patrizius Anton Rathgeb für sein jahrelanges Engagement als Betreuer für unser Missionsprojekt Huánuco.  

Von 1991 bis 2022 betreute Anton Rathgeb vorbildlich das Projekt Huánuco.  Mit den Spenden-geldern werden eine Mädchenschule und eine Kinderspeisung in Huánuco unterstützt. Viele private Spenderinnen und Spender und die Vielzahl an Aktivitäten in der Kirchengemeinde Eggenrot unterstützen treu das Projekt. Seit der Gründung 1991 bis heute sind Spendengelder in Höhe von 262.365,00 Euro von Eggenrot nach Huánuco geflossen. Ein herzliches Vergelt´s Gott an alle Spender*innen.

Anton Rathgeb hat das Missionsprojekt Huánuco quasi „großgezogen“ und gibt es nun nach über 31 Jahren in die Hände von Christoph Mayer. Die Kirchengemeinde St. Patrizius freut sich über diese nahtlose Übergabe und bedankt sich herzlichst bei Anton Rathgeb und bei Christoph Mayer.